A u s r ü s t u n g - V e l u t i n a - H u n t e r
Wir unterstützen die bestehenden Akteure im Kampf gegen die Vespa Velutina mit weiteren Services.
Hier listen wir übersichtlich die notwendige Ausrüstung und Tools für Velutina-Hunter
Die Ausrüstung und Vorgehensweise bei der Nestentfernung am Beispiel
Die Nestentfernung ist nicht ungefährlich. Die asiatischen Hornissen sind sehr angriffslustig und verteidigen ihr Nest. Der Nestentferner (Velutina-Hunter) muss jederzeit damit rechnen, dass einzelne oder mehrere Hornissen in den Angriffsmodus umschalten.
Die Besonderheit eines Velutina-Schutzanzugs (spezieller Schutzanzug gegen die Asiatische Hornisse, Vespa velutina) liegt in seiner erhöhten Stichfestigkeit und der Fähigkeit, den Träger auch bei einem massiven Angriff dieser aggressiven Insekten zu schützen. Imkerkleidung ist auf die Arbeit am Bienenstock abgestimmt, Bienen sind i.d.R. sanftmütig, der Imker arbeitet nach vorne und nach unten am stehenden Bienenkasten. Der Velutina-Hunter arbeitet dagegen meisst nach oben (an die Decke oder Richtung Baumwipfel). Das linke Bild zeigt den Unterschied der Haube (weiss Imkerhaube, rot Velutina-Hunter Schutzoverall).
Die Imkerhaube bei einem speziellen Velutina-Schutzanzug unterscheidet sich von herkömmlichen Imkerhauben durch ihre erhöhte
Robustheit und die Verwendung spezieller, stichfester Materialien, um maximalen Schutz vor den Angriffen der Asiatischen
Hornisse (Vespa velutina) zu bieten.
Zudem ist der Kragen so ausgeführt, dass der Velutina-Hunter durch die Haube die Blickrichtung zum Baumwipfel frei hat, wenn er den Kopf
in den Nacken legt. Die Imkerhaube bleibt stehen und man kann ggf. durch Schlitze nach oben schauen.
Die spezifische Ausführung umfasst typischerweise folgende Merkmale:
Verwendung eines Helms: Die Haube ist meist nicht nur ein weicher Stoffhut, sondern oft in Kombination mit einem festen Schutzhelm ausgeführt. Dieser bietet eine stabile Grundstruktur und verhindert, dass das Visier oder der Stoff bei einem Angriff direkt auf das Gesicht gedrückt wird. Robustes Visier-Material: Anstelle des üblichen, feinen Netzstoffs, der bei Bienen ausreicht, wird bei Velutina-Anzügen häufig ein besonders widerstandsfähiges Fiberglasgewebe mit Teflonbeschichtung oder sogar eine Plexiglasscheibe verwendet. Beim Helm achten sie auf den Kinnriemen und ein grosses Visir, das gewechselt werden kann. Belüftung ist vorteilhaft.
Handschuhe Während normale Imkerhandschuhe oft aus dünnerem Leder bestehen, das zwar einen gewissen Schutz bietet, aber nicht vollständig stichfest ist, verfügen Velutina-Handschuhe über mehrere Materialschichten. Ein Beispiel hierfür ist eine PVC-Dreischichtbeschichtung, die eine starke Barriere gegen Stiche bildet.
Was für die Hände gilt, gilt auch für die Füße. Entweder dicke feste Schuhe oder Stiefel, Feuerwehrstiefel, oder Überzüge,
denn ein Hornissenangriff ist ein einmaliges Erlebnis und nichts für "Weicheier". Wer bis hierher nun denkt, diese Schutzmaßnahmen eines
Velutina-Hunters seien übertrieben, dem empfehlen wir das hier verlinkte
Youtube-Video von dem bekanntesten französischen Velutina-Hunters anzusehen und ggf. auf engl. Untertitel umzustellen.
Um die Nester der Vespa Velutina sicher vom Baum zu holen, bedarf es entweder eines Hubsteigers oder einer Feuerwehrleiter, oder der
Velutina-Hunter nutzt eine spezielle Carbon-Teleskopstange, die bis 30 Meter verlängert werden kann.
Eine Übersicht der Lanzensysteme und Verfahren finden Sie im Unterabschnitt Lanzensysteme. Mittels dieser Teleskoplanze werden in Deutschland derzeit keine Giftstoffe in das Nest eingeblasen, sondern Stoffe, welche die Velutinas auf mechanische Weise töten, alternativ kann das Nest mit Wasserdampf behandelt oder abgesaugt werden. In Frankreich und Spanien sind Biozide zugelassen, wobei dies in Deutschland zum Glück noch verboten ist.
Um die Vespa Velutinas im Nest zu bekämpfen, werden trockene Substanzen in das Nest eingeblasen. Dazu verwendet man einen Drucksprüher für Stäube. Die Drucksprüher gibt es von verschiedenen Herstellern, der gebräuchlichste ist der Birchmeier DR5, jedoch gibt es weitere Hersteller. Als Substanz wird in Deutschland derzeit reine Aktivkohle verwendet, Aktivkohle ist nicht giftig, findet in der Lebensmittelindustrie und im Haushalt oftmals Verwendung und wirkt auf die Hornissen rein mechanisch. Die Vespas atmen den feinen Staub ein, dabei entzieht die Aktivkohle die Feuchtigkeit in den Atmungsorganen und verklebt auch an den Flügeln, so daß die Tiere flugunfähig werden.
Um ausreichend Druckluft im Zerstäuber tz erhalten, wird gerne ein Akku-Duruckluftkompressor verwendet. Auch hier gibt es zahlreiche Hersteller und Geräte. Da weitere Akku-Geräte benötigt werden, entscheidet man sich idealerweise für einen gemeinsamen Hersteller, um die Akkus zwischen den Geräten tauschen zu können.
Bei der trockenen Behandlung wird das Nest nach 30 Minuten mechanisch vom Baum/Objekt heruntergestoßen. Die Wabenteile mit Hornissen müssen dann eingesammelt werden und können auch aufgesaugt werden. Ein guter Nass/Trockensauger ist daher als Ergänzung sinnvoll. Der Saugbehälter sollte groß genug sein, die Leerung des Behälters sollte einfach sein.
Ein CO2-Feuerlöcher ergänzt die Ausrüstung. CO2 dient zur Betäubung und ggf. zum Schockgefrieren der Vespas und ggf. zur Abwehr bei einem heftigen Angriff (niemals auf unbedeckte Haut oder das Gesicht zielen, CO2 aus dem Löscher ist eisig kalt - (bis zu -78°C) und schwere Erfrierungen verursachen kann), und den CO2-Löscher vorher testen, dass der Rückstoß beim Öffnen des Ventils im Notfall nicht dazu führt, dass der Helfer das Gerät vor Schreck fallen lässt.
Das Material, Hornissen, Brut, Nestreste transportiert man in doppelwandigen Kunststoffsäcken im Auto ab und friert es dann in einer Kühltruhe für einige Tage ein (min. -18 Grad Celsius). Der Sack sollte an den Staubsauger angepasst sein, um Entleerungen zügig durchführen zu können.